TB-500
Synthetisches Fragment von Thymosin β4
Ein kurzes, N-terminal acetyliertes Heptapeptid, das der aktinbindenden Region von Thymosin β4 entspricht. In der Zellbiologie ein Werkzeug, um Zellwanderung und Zytoskelett zu untersuchen.
Ac-Leu-Lys-Lys-Thr-Glu-Thr-Gln
Auf einen Blick
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Das aktive Zentrum eines Proteins
Thymosin β4 besteht aus 43 Aminosäuren. Das Motiv LKKTETQ ist der Abschnitt, mit dem es an Aktin bindet. TB-500 isoliert genau diese Region und erlaubt es, die Rolle der Aktinbindung getrennt vom Rest des Proteins zu untersuchen.
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Zellwanderung als Forschungsthema
Aktin ist der Motor der Zellbewegung. Peptide, die in die Aktindynamik eingreifen, sind Werkzeuge für Fragen der Wundheilung, Angiogenese und Zellmigration in vitro.
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Klein, wasserlöslich, stabil
Mit sieben Aminosäuren und einer Acetylgruppe am N-Terminus ist TB-500 gut löslich und vergleichsweise unempfindlich. Für Zellkulturexperimente eine praktische Eigenschaft.
Forschungsfelder
- Aktindynamik und Zytoskelett
- Zellmigration in vitro
- Angiogenese
- Wundheilungsmodelle
Was es ist
Thymosin β4 ist ein kleines, in fast allen Körperzellen vorkommendes Protein, dessen Hauptaufgabe die Bindung von monomerem Aktin ist. Es hält den Aktin-Vorrat der Zelle in Reserve und reguliert so, wann und wo die Zelle Fasern aufbaut. TB-500 ist die synthetische Kurzform: die sieben Aminosäuren, die für diese Aktinbindung verantwortlich sind, mit einer Acetylgruppe am Anfang, wie sie auch im natürlichen Protein vorliegt.
Was es besonders macht
TB-500 ist ein Beispiel dafür, wie die Peptidforschung arbeitet: Man nimmt ein Protein, identifiziert das aktive Motiv und prüft, ob das Fragment allein die Wirkung trägt. Für Thymosin β4 ist das Motiv LKKTETQ gut charakterisiert. Ob und wie weit das isolierte Fragment die Eigenschaften des Gesamtproteins abbildet, ist eine offene Forschungsfrage, und genau das macht es interessant.
Was die Studien sagen
Die Scoping-Review von McGuire et al. (2026) hat 80 Studien zu Thymosin β4 und TB-500 ausgewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd und klar: Der Großteil der Arbeiten untersucht das vollständige Thymosin β4, nicht TB-500. Die Evidenz ist überwiegend in vitro und in Tiermodellen erhoben, mit Schwerpunkt auf Wundheilung und Gefäßbiologie. Für die häufig diskutierten Anwendungen an Sehnen und Bändern fehlen Daten am Menschen fast vollständig.
Evidenzlage
Präklinisch: moderat, aber überwiegend für das Gesamtprotein. Klinisch: keine. Wer mit TB-500 arbeitet, sollte sich bewusst sein, dass Befunde zu Thymosin β4 nicht automatisch für das Fragment gelten.
Forschungsstatus
TB-500 ist nicht als Arzneimittel zugelassen und steht auf der WADA-Verbotsliste (S2). PURA LABS liefert TB-500 ausschließlich für Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier.